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«Overtourism» war das Thema – und Overtourism herrschte am STC-Event vom 14. März 2019: Statt der erwarteten 60 checkten rund 80 Zuhörerinnen im Saal «Lausanne» des Swissôtel Oerlikon ein. Mehr Go-Shows als No-Shows also.

Das Panel war mit Globetrotter-Group-CEO André Lüthi, Vögele-Reisen-Obmann Pascal Wieser und DER-Touristik-Suisse-Chef Dieter Zümpel erstklassig besetzt. Das Trio ist in der Overtourism-Diskussion mit einem Dilemma unterwegs: Einerseits wollen Lüthi, Wieser und Zümpel so viele Reisen verkaufen wie möglich. Andererseits wissen sie dabei natürlich auch, dass sie so – mindestens im Volumengeschäft – zum Massen- oder Overtourismus beitragen. Also proben sie täglich den Spagat zwischen Geld verdienen und Verantwortung übernehmen. In diesem Spektrum waren die Moderatoren Vanessa Bay und Martin Hoch gekonnt unterwegs und fühlten den Touristikern auf den Zahn.

Natürlich: Wenn man die weltweit anschwellenden Reiseströme betrachtet, wenn man sieht, wie in China und Indien Millionen von Menschen erstmals ins Ausland aufbrechen, dann sind die Reisen, die aus der Schweiz hinaus getätigt werden, nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Gleichwohl nahm das touristische Top-Trio das Thema Overtourism ernst. Wo sich Lüthi, Wieser und Zümpel einig waren: Wer heute auf professioneller Stufe Reisekunden berät, kommt nicht um das Thema Overtourism herum. Und sollte seine Kunden mindestens darauf hinweisen, dass man in Venedig, Dubrovnik oder Barcelona zur Hochsaison in einen Touristen-Pulk hineingeraten wird. Ebenso klar: Hotspots wie Venedig, Barcelona oder Dubrovnik müssen als eigentliche Freilicht-Museen betrachtet werden. Und haben es verdient, dass Eintritt verlangt werden kann.

Die Diskussion hätte noch ewig weitergehen können. Und teils dauerte sie tatsächlich an. Beim Apéro Riche im 31. Stock des Swissôtel.

Andreas Güntert

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