Skip to main content

Noch immer kann ich es nicht fassen, dass Robi Wildi nicht mehr unter uns ist – als Freund, Kollege und Weggefährte. Im Alter von 51 Jahren sah er keinen anderen Ausweg, als aus dem Leben zu scheiden. Meine Arbeitskolleginnen und -kollegen und ich trauern um einen langjährigen, zuverlässigen und treuen freien Mitarbeiter, geschätzten Reiseprofi und lieben Freund. Er hinterlässt eine grosse Lücke, nicht nur bei unserer Agentur, bei seinen Auftraggebern oder im STC, sondern in der ganzen Tourismus- und Medienbranche. 

Unvorstellbar schlimm ist sein Tod für seine langjährige Frau Eva und die gemeinsamen drei Söhne. Denn die Familie war für Robi das Ein und Alles, für sie hat er gelebt. «Wir fühlen uns bodenlos», heisst es in der Todesanzeige. Alle meine Gedanken und mein Mitgefühl gehören deshalb der Familie. Nebst seiner Familie wusste wohl nur ein kleiner Kreis von den dunklen Momenten in seinem Leben, die in letzter Zeit häufiger und heftiger wurden und schliesslich in die Ausweglosigkeit führten.

Robis Leidenschaft neben der Familie und dem Tourismus galt dem Sport, sei es als aktiver Fussballer beim FC Witikon, als Tennisspieler oder auch als Skilangläufer. Unvergessen sind unsere gemeinsamen Eishockey-Match-Besuche im Berner Stadion. Für mich als Bernerin war er natürlich immer auf der falschen Seite… Sport zu treiben – der regelmässige Gang ins Fitnessstudio verstand sich für ihn von selbst – war für Robi ein wichtiger Ausgleich zum anspruchsvollen Berufsleben als Freelancer. 

Als Journalist, Texter und Durch-und-durch-Kommunikationsprofi war er breit aufgestellt. Robi war nicht nur extrem produktiv, sondern auch schnell, effizient, zuverlässig, genau und flexibel. Und nie hat die nötige Portion Lockerheit und Humor gefehlt. Wir haben uns vor bald zwanzig Jahren kennen gelernt und viele Jahre so gut und gerne zusammengearbeitet, dass ich ihn schmerzlich vermissen werde – beruflich und vor allem persönlich. 

Unserer ganzen Branche wird Robi Wildi als Persönlichkeit und als «eine wichtige Stimme der Schweizer Reiselandschaft» in Erinnerung bleiben, wie «Travelnews» im Nachruf schrieb.  

Robi, wir vermissen Dich.

Vanessa Bay, PrimCom und STC-Vorstandsmitglied